Tag der Informatik (Dienstag, 20.9.2005)
Der Dienstag, 20.09.2005, ist dem "Tag der Informatik" vorbehalten. An diesem Termin finden ausschließlich Plenarveranstaltungen statt, so dass es zu keinen Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen kommen wird.
Zeitplan
Zeitplan
| 09:00 - 09:30 | Begrüßungsworte |
| Prof. Dr. Matthias Winiger, Rektor Uni Bonn, Vertreter der Landesregierung, Prof. Dr. Matthias Jarke, Präsident der GI |
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| 09:30 - 10:15 | Innovationen live - IT als Treiber für Business Excellence |
| Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger, Universität Stuttgart, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft |
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| 10:15 - 10:45 | Kaffeepause |
| 10:45 - 11:30 | Autonome Software |
| Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Brauer, Technische Universität München, Altpräsident der GI |
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| 11:30 - 12:15 | Building More Secure Commercial Software: The Trustworthy Computing Security Development Lifecycle |
| Steven B. Lipner, Microsoft Corp. Der Vortrag von Herrn Lipner wird in Vertretung gehalten von Eric Bidstrup, Group Program Manager der Security Engineering Strategy von Microsoft |
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| 12:15 - 14:00 | Mittagspause & Presseveranstaltung |
| 14:00 - 14:45 | "Effizienz würgt! Informatik hilf!" |
| Prof. Dr. Gunter Dueck, Chief Technologist, IBM Distinguished Engineer & Member IBM Academy of Technology | |
| 14:45 - 15:15 | Preisverleihungen: |
| GI-Innovationspreis, Dissertationspreis der GI, LehrerInnenpreis der GI, Software-Engineering-Preis der Ernst-Denert-Stiftung | |
| 15:15 - 15:45 | Kaffeepause |
| 15:45 - 16:30 | Organisches Rechnen - Revolution der Informatik |
| Prof. Dr. Christoph von der Malsburg, USC Los Angeles, Ruhr-Universität Bochum | |
| 16:30 - 17:15 | Internet-Übertragung von Echtzeit-Medien |
| Prof. Dr.-Ing. Bernd Girod, Stanford University, Deutsche Telekom Labs Berlin | |
| 17:30 - 19:00 | GI Mitgliederversammlung |
| 19:30 - 22:00 | Konferenzdinner im Hotel Königshof mit Dinnertalk |
| Prof. Dr. H. Maurer, Technische Universität Graz |
Innovationen live - IT als Treiber für Business Excellence
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Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. mult. Hans-Jörg Bullinger,
Universität Stuttgart, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
Als Enabler für Zukunftstechnologien spielen IuK-Technologien eine überragende Rolle im Innovationsprozess. Sie liefern die entscheidenden Werkzeuge, um das Innovationstempo zu erhöhen. Sie bringen neue Funktionen in Produkte, machen sie intelligent, benutzerfreundlich und sicher. In Deutschland hängen über die Hälfte der Industrieproduktion und über 80 Prozent der Exporte vom Einsatz moderner IuK-Technologien ab. Die starke Rolle der IT spiegelt sich auch in den Schwerpunktthemen für Forschung und Entwicklung in Deutschland wider. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat in einem umfangreichen Diskussions- und Auswahlprozess mit internen und externen Spezialisten Themen identifiziert, die unter dem Motto "Perspektiven für Zukunftsmärkte" erfolgsversprechende Wege weisen.
Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. Hans-Jörg Bullinger
ging nach dem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart in die angewandte Industrieforschung. Nach Promotion und Habilitation erhielt er 1980 einen Ruf als Professor für Arbeitswissenschaft/Ergonomie an die Fern-Universität Hagen. 1982 erhielt er die Professur für Arbeitswissenschaft an der Universität Stuttgart. Von 1981 bis 2002 leitete er das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart und zusätzlich von 1991 bis 2002 das neu gegründete Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart. Seit Oktober 2002 ist Prof. Bullinger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in München. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist Europas führende Einrichtung der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Auftragsforschung und beschäftigt ca. 12500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 58 Instituten.
Universität Stuttgart, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
Als Enabler für Zukunftstechnologien spielen IuK-Technologien eine überragende Rolle im Innovationsprozess. Sie liefern die entscheidenden Werkzeuge, um das Innovationstempo zu erhöhen. Sie bringen neue Funktionen in Produkte, machen sie intelligent, benutzerfreundlich und sicher. In Deutschland hängen über die Hälfte der Industrieproduktion und über 80 Prozent der Exporte vom Einsatz moderner IuK-Technologien ab. Die starke Rolle der IT spiegelt sich auch in den Schwerpunktthemen für Forschung und Entwicklung in Deutschland wider. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat in einem umfangreichen Diskussions- und Auswahlprozess mit internen und externen Spezialisten Themen identifiziert, die unter dem Motto "Perspektiven für Zukunftsmärkte" erfolgsversprechende Wege weisen.
Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. Hans-Jörg Bullinger
ging nach dem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart in die angewandte Industrieforschung. Nach Promotion und Habilitation erhielt er 1980 einen Ruf als Professor für Arbeitswissenschaft/Ergonomie an die Fern-Universität Hagen. 1982 erhielt er die Professur für Arbeitswissenschaft an der Universität Stuttgart. Von 1981 bis 2002 leitete er das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart und zusätzlich von 1991 bis 2002 das neu gegründete Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart. Seit Oktober 2002 ist Prof. Bullinger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in München. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist Europas führende Einrichtung der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Auftragsforschung und beschäftigt ca. 12500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 58 Instituten.
Autonome Software
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wilfried Brauer
Institut für Informatik, Technische Universität München
Die neuen Konzepte der Datenverarbeitung wie Peer-to-Peer, Grid, Service-oriented, Pervasive, Ubiquitous, Organic, Agent-based oder Autonomic Computing sowie Ambient Intelligence erfordern explizit oder implizit die Verwendung von autonomer Software - insbesondere als Mittel zur Reduzierung von Handhabungs- oder Administrations-Komplexität von Anwendungs-Software-Systemen. Die enorme Bedeutung, die den genannten Konzepten für die Weiterentwicklung der Informatiknutzung zugesprochen wird, macht es nötig zu fragen, was Autonomie von Software eigentlich bedeuten kann und leisten soll und wie sie erzeugt werden könnte. Im Vortrag werden neue konstruktive Ansätze für Antworten auf solche Fragen skizziert.
Professor Brauer (geb. 1937) studierte Math., Phys., Philos. (1956-61 FU Berlin), promovierte 1966 an der Univ. Bonn, habilitierte sich dort 1970 und ist seit 1971 Ordinarius für Informatik (erst U Hamburg, ab 1985 TUM). Er ist Mitglied der Bayer. Akad. d. Wissenschaften, der Academia Europaea, London, des Konvents f. Technikwissensch. d. Union d. deutsch. Akad. d. Wiss., sowie Altpräsident und Ehrenmitgl. der GI. Er war u. a. Präsident der Europ. Assoc. for Theor. Computer. Sci. (EATCS) und Vizepräsident der Internat. Federat. for Information Processing (IFIP). Seine Forschungsinteressen betreffen theoret. Informatik und Grundlagen der Künstl. Intelligenz sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit (insbes. mit Linguistik, Kognitionswissensch., computational neuro-science, Regelungstechnik, Soziologie) und Kooperation mit der Industrie. Knapp 70 Personen haben bei ihm bisher promoviert.
Institut für Informatik, Technische Universität München
Die neuen Konzepte der Datenverarbeitung wie Peer-to-Peer, Grid, Service-oriented, Pervasive, Ubiquitous, Organic, Agent-based oder Autonomic Computing sowie Ambient Intelligence erfordern explizit oder implizit die Verwendung von autonomer Software - insbesondere als Mittel zur Reduzierung von Handhabungs- oder Administrations-Komplexität von Anwendungs-Software-Systemen. Die enorme Bedeutung, die den genannten Konzepten für die Weiterentwicklung der Informatiknutzung zugesprochen wird, macht es nötig zu fragen, was Autonomie von Software eigentlich bedeuten kann und leisten soll und wie sie erzeugt werden könnte. Im Vortrag werden neue konstruktive Ansätze für Antworten auf solche Fragen skizziert.
Professor Brauer (geb. 1937) studierte Math., Phys., Philos. (1956-61 FU Berlin), promovierte 1966 an der Univ. Bonn, habilitierte sich dort 1970 und ist seit 1971 Ordinarius für Informatik (erst U Hamburg, ab 1985 TUM). Er ist Mitglied der Bayer. Akad. d. Wissenschaften, der Academia Europaea, London, des Konvents f. Technikwissensch. d. Union d. deutsch. Akad. d. Wiss., sowie Altpräsident und Ehrenmitgl. der GI. Er war u. a. Präsident der Europ. Assoc. for Theor. Computer. Sci. (EATCS) und Vizepräsident der Internat. Federat. for Information Processing (IFIP). Seine Forschungsinteressen betreffen theoret. Informatik und Grundlagen der Künstl. Intelligenz sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit (insbes. mit Linguistik, Kognitionswissensch., computational neuro-science, Regelungstechnik, Soziologie) und Kooperation mit der Industrie. Knapp 70 Personen haben bei ihm bisher promoviert.
Building More Secure Commercial Software: The Trustworthy Computing Security Development Lifecycle
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Steven B. Lipner,
Director of Security Engineering Strategy, Security Business Unit, Microsoft Corporation
With the growth of the Internet as a vehicle for commercial, governmental, and personal communications and information sharing, the importance of providing trustworthy computing facilities that will resist hostile attack has grown dramatically. In response to this growing need, Microsoft has developed the Trustworthy Computing Security Development Lifecycle (SDL), an integrated process for improving the security of commercial software as it is being developed. This paper describes the phases of the SDL from initial requirements definition through the Final Security Review before software release, and summarizes some of the improvements in security demonstrated by software that has completed the SDL.
Steven B. Lipner is Director of Security Engineering Strategy at Microsoft. He is responsible for the development of programs to provide improved product security to Microsoft customers, and for the Security Development Lifecycle team that focuses on improving Microsoft’s security development processes. Mr. Lipner has over thirty years’ experience as a researcher, development manager, and general manager in IT security. He holds S.B. and S.M. degrees from M.I.T. and attended the Harvard Business School’s Program for Management Development.
Director of Security Engineering Strategy, Security Business Unit, Microsoft Corporation
With the growth of the Internet as a vehicle for commercial, governmental, and personal communications and information sharing, the importance of providing trustworthy computing facilities that will resist hostile attack has grown dramatically. In response to this growing need, Microsoft has developed the Trustworthy Computing Security Development Lifecycle (SDL), an integrated process for improving the security of commercial software as it is being developed. This paper describes the phases of the SDL from initial requirements definition through the Final Security Review before software release, and summarizes some of the improvements in security demonstrated by software that has completed the SDL.
Steven B. Lipner is Director of Security Engineering Strategy at Microsoft. He is responsible for the development of programs to provide improved product security to Microsoft customers, and for the Security Development Lifecycle team that focuses on improving Microsoft’s security development processes. Mr. Lipner has over thirty years’ experience as a researcher, development manager, and general manager in IT security. He holds S.B. and S.M. degrees from M.I.T. and attended the Harvard Business School’s Program for Management Development.
"Effizienz würgt! Informatik hilf!"
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Prof. Dr. Gunter Dueck, Chef-Technologe, IBM Global Services
Der Computer und das Netz revolutionieren die Welt wie einst Baumwolle, Eisenbahnen oder Elektrizi-tät. Das Informationszeitalter bildet den 5. Kondratieff-Zyklus, sagt man. Das stimmt nicht, sage ich: Wir erleben das Zeitalter des Effizienzdenkens. Dem dient der Computer.
Effizienz geht bis an alle Grenzen, auch an unsere. Da sind wir nun. An Grenzen ist Vorsicht geboten. Dort ändern sich die Gesetze. Das aber ignoriert platte Sparlogik erster Ordnung. Sie erzeugt Instabili-tät, Risiken und Chaos durch immer neues Ausnutzen von Scheinkorrelationen und anderen naturge-setzverachtenden Todsünden. Bessere Computeranwendungen oder Menschenlogiken müssen her! Von wem?
Von uns! Von wem sonst?
Gunter Dueck war etliche Jahre als Mathematikprofessor in Bielefeld tätig und wechselte 1987 zur IBM, wo er erst für Optimierung, dann für Business Intelligence verantwortlich war und heute als einer der IBM Distinguished Engineers ein Teil des technischen Gewissens der IBM darstellt. Er berät in Strategiefragen und Cultural Change. Er ist Mitglied der IBM Academy of Technology, IBM Master Inventor, IEEE Fellow, Mitglied der Präsidien von GI und DMV. Der Springer-Verlag publiziert seine Bücher in einer eigenen Reihe („Dueck’s World“). GI-Mitglieder kennen seine ständige Kolumnen „Be-ta-Inside“ aus dem Informatik-Spektrum und „Daily Dueck“ auf
www.omnisophie.com .
Der Computer und das Netz revolutionieren die Welt wie einst Baumwolle, Eisenbahnen oder Elektrizi-tät. Das Informationszeitalter bildet den 5. Kondratieff-Zyklus, sagt man. Das stimmt nicht, sage ich: Wir erleben das Zeitalter des Effizienzdenkens. Dem dient der Computer.
Effizienz geht bis an alle Grenzen, auch an unsere. Da sind wir nun. An Grenzen ist Vorsicht geboten. Dort ändern sich die Gesetze. Das aber ignoriert platte Sparlogik erster Ordnung. Sie erzeugt Instabili-tät, Risiken und Chaos durch immer neues Ausnutzen von Scheinkorrelationen und anderen naturge-setzverachtenden Todsünden. Bessere Computeranwendungen oder Menschenlogiken müssen her! Von wem?
Von uns! Von wem sonst?
Gunter Dueck war etliche Jahre als Mathematikprofessor in Bielefeld tätig und wechselte 1987 zur IBM, wo er erst für Optimierung, dann für Business Intelligence verantwortlich war und heute als einer der IBM Distinguished Engineers ein Teil des technischen Gewissens der IBM darstellt. Er berät in Strategiefragen und Cultural Change. Er ist Mitglied der IBM Academy of Technology, IBM Master Inventor, IEEE Fellow, Mitglied der Präsidien von GI und DMV. Der Springer-Verlag publiziert seine Bücher in einer eigenen Reihe („Dueck’s World“). GI-Mitglieder kennen seine ständige Kolumnen „Be-ta-Inside“ aus dem Informatik-Spektrum und „Daily Dueck“ auf
www.omnisophie.com .Organisches Rechnen - Revolution der Informatik
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Prof. Dr. Christoph von der Malsburg
Institut für Neuroinformatik, Ruhr-Universität Bochum,
Computer Science Dept., University of Southern California, Los Angeles,
Frankfurt Institute of Advanced Studies (FIAS)
Die Informationstechnologie läuft rasch in eine ernste Komplexitätsbarriere. Die Folgen sind versagende Projekte, Kosten- und Zeitüberschreitungen und fehlerhafte Funktionalität. Zur Überwindung der Krise müssen Rechner nach dem Vorbild lebendiger Strukturen zu autonomen Organismen werden. Der Mensch wird sich in Zukunft auf abstrakte Zielvorgaben beschränken, die der Rechner flexibel und autonom unter Ausnutzen von Emergenz und Selbstorganisation, Lernen und Abstraktionshierarchien in konkrete Prozesse übersetzt. Die Informatik wird in enger Kooperation mit Biologie, Physik, Mathematik etc. eine neue Kultur entwickeln müssen. Ernst zu nehmende Ansätze existieren, müssen jedoch koordiniert und verstärkt werden.
Christoph von der Malsburg hat in Elementarteilchenphysik promoviert, war Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, ist seit 1988 Professor für Informatik bei der University of Southern California in Los Angeles, seit 1990 Professor für Systembiophysik am Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum und engagiert sich seit kurzem am Frankfurt Institute of Advanced Studies (FIAS). Er ist bekannt für seine Theorien zur Verschaltung des visuellen Systems im Embryo und zur kognitiven Architektur des Cortex (Bindungsproblem, Zeitkodierung). Sein auf dieser Basis entwickeltes System zur korrespondenzbasierten Objekterkennung wird gegenwärtig in mehreren, zum Teil von ihm selbst mitgegründeten, Firmen erfolgreich für Gesichtserkennung eingesetzt.
Institut für Neuroinformatik, Ruhr-Universität Bochum,
Computer Science Dept., University of Southern California, Los Angeles,
Frankfurt Institute of Advanced Studies (FIAS)
Die Informationstechnologie läuft rasch in eine ernste Komplexitätsbarriere. Die Folgen sind versagende Projekte, Kosten- und Zeitüberschreitungen und fehlerhafte Funktionalität. Zur Überwindung der Krise müssen Rechner nach dem Vorbild lebendiger Strukturen zu autonomen Organismen werden. Der Mensch wird sich in Zukunft auf abstrakte Zielvorgaben beschränken, die der Rechner flexibel und autonom unter Ausnutzen von Emergenz und Selbstorganisation, Lernen und Abstraktionshierarchien in konkrete Prozesse übersetzt. Die Informatik wird in enger Kooperation mit Biologie, Physik, Mathematik etc. eine neue Kultur entwickeln müssen. Ernst zu nehmende Ansätze existieren, müssen jedoch koordiniert und verstärkt werden.
Christoph von der Malsburg hat in Elementarteilchenphysik promoviert, war Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, ist seit 1988 Professor für Informatik bei der University of Southern California in Los Angeles, seit 1990 Professor für Systembiophysik am Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum und engagiert sich seit kurzem am Frankfurt Institute of Advanced Studies (FIAS). Er ist bekannt für seine Theorien zur Verschaltung des visuellen Systems im Embryo und zur kognitiven Architektur des Cortex (Bindungsproblem, Zeitkodierung). Sein auf dieser Basis entwickeltes System zur korrespondenzbasierten Objekterkennung wird gegenwärtig in mehreren, zum Teil von ihm selbst mitgegründeten, Firmen erfolgreich für Gesichtserkennung eingesetzt.
Internet-Übertragung von Echtzeit-Medien
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Prof. Dr.-Ing. Bernd Girod, Stanford University,
Deutsche Telekom Labs Berlin
Die Internet-Übertragung von Echtzeit-Medien stellt besondere Anforderungen an Codierung, Transport-Mechanismen und System-Architektur. Es muss geringe Latenz und hohe Wiedergabe-Qualität bei gleichzeitig niedriger Datenrate erreicht werden. Dabei sind insbesondere neue Scheduling-Verfahren für Medien-Pakete leistungsfähig, die die Wichtigkeit und die Abhängigkeit von Paketen berücksichtigten. Verteil-Architekturen können Server am Rande des Netzes vorsehen (IPTV) oder beim Verbraucher im Home Media Gateway. Peer-to-Peer Verteilmechanismen sind besonders geeignet.
Bernd Girod ist Professor of Electrical Engineering and Computer Science am Information Systems Laboratory der Stanford University in Kalifornien. Bis 1999 hatte er den Lehrstuhl für Nachrichtentechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich von Multmedia-Systemen und Internet. Als Entrepreneur war er an einer Reihe von Start up-Unternehmen beteiligt, u. a. Polycom, Vivo Sofware, 8x8 Inc., und RealNetworks. Seit 2004 ist er Chairman und Spriritus Rector der Deutsche Telekom Laboratories in Berlin.
Deutsche Telekom Labs Berlin
Die Internet-Übertragung von Echtzeit-Medien stellt besondere Anforderungen an Codierung, Transport-Mechanismen und System-Architektur. Es muss geringe Latenz und hohe Wiedergabe-Qualität bei gleichzeitig niedriger Datenrate erreicht werden. Dabei sind insbesondere neue Scheduling-Verfahren für Medien-Pakete leistungsfähig, die die Wichtigkeit und die Abhängigkeit von Paketen berücksichtigten. Verteil-Architekturen können Server am Rande des Netzes vorsehen (IPTV) oder beim Verbraucher im Home Media Gateway. Peer-to-Peer Verteilmechanismen sind besonders geeignet.
Bernd Girod ist Professor of Electrical Engineering and Computer Science am Information Systems Laboratory der Stanford University in Kalifornien. Bis 1999 hatte er den Lehrstuhl für Nachrichtentechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich von Multmedia-Systemen und Internet. Als Entrepreneur war er an einer Reihe von Start up-Unternehmen beteiligt, u. a. Polycom, Vivo Sofware, 8x8 Inc., und RealNetworks. Seit 2004 ist er Chairman und Spriritus Rector der Deutsche Telekom Laboratories in Berlin.
Wie können wir den Ausfall von Computernetzen mit katastrophalen Folgen vermeiden?
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Hermann Maurer,
Technische Universität und JOANNEUM RESEARCH Graz /Österreich
Computer und Computernetze könnten einmal großräumig und langfristig ausfallen: jedes Betriebssystem und jedes großes Programmpaket ist durch gezielte Attacken lahm zu legen. Zudem hängen Stromversorgung und Computernetze eng zusammen: der Ausfall eines Netzes bewirkt den Zusammenbruch des anderen. Die Folgen eines schweren Zusammenbruchs der erwähnten Netze sind fatal. Darum müssen Computer und Computernetze stärker gegen mögliche Angriffe abgesichert werden, und ein Überleben auch ohne Computer sollte möglich bleiben.
Maurer studierte in Österreich und Kanada. Nach kurzer Tätigkeit in der Industrie war er zunächst an der Universität Calgary tätig, bevor er nach Karlsruhe berufen wurde. Fünf Jahre später begann er mit dem Aufbau der Informatik an der TU Graz. Maurer publizierte zunächst über formale Sprachen, später im Bereich Algorithmen, und wandte sich in den letzten zwanzig Jahren immer mehr Anwendungen von vernetzten Multimediasystemen zu. Er ist Autor von ca. 20 Büchern (davon die Hälfte wissenschaftlich) und von über 600 Publikationen. Er hat viele Projekte geleitet und mehrere Firmen mitgegründet. Als Hobby geht er Bergwandern, Tauchen oder schreibt Zukunftsromane,siehe
www.iicm.edu/maurer.
Technische Universität und JOANNEUM RESEARCH Graz /Österreich
Computer und Computernetze könnten einmal großräumig und langfristig ausfallen: jedes Betriebssystem und jedes großes Programmpaket ist durch gezielte Attacken lahm zu legen. Zudem hängen Stromversorgung und Computernetze eng zusammen: der Ausfall eines Netzes bewirkt den Zusammenbruch des anderen. Die Folgen eines schweren Zusammenbruchs der erwähnten Netze sind fatal. Darum müssen Computer und Computernetze stärker gegen mögliche Angriffe abgesichert werden, und ein Überleben auch ohne Computer sollte möglich bleiben.
Maurer studierte in Österreich und Kanada. Nach kurzer Tätigkeit in der Industrie war er zunächst an der Universität Calgary tätig, bevor er nach Karlsruhe berufen wurde. Fünf Jahre später begann er mit dem Aufbau der Informatik an der TU Graz. Maurer publizierte zunächst über formale Sprachen, später im Bereich Algorithmen, und wandte sich in den letzten zwanzig Jahren immer mehr Anwendungen von vernetzten Multimediasystemen zu. Er ist Autor von ca. 20 Büchern (davon die Hälfte wissenschaftlich) und von über 600 Publikationen. Er hat viele Projekte geleitet und mehrere Firmen mitgegründet. Als Hobby geht er Bergwandern, Tauchen oder schreibt Zukunftsromane,siehe
www.iicm.edu/maurer.









